Fragen / Antworten

Alles was Sie über unseren Verein und seinen Aktivitäten wissen möchten

1)    Für was setzt sich der Verein „Kleine Patienten in Not e.V.“ im Besonderen ein?

 

Der Verein „Kleine Patienten in Not e.V.“ hat sich zur Aufgabe gemacht, sich speziell für die Belange der kleinen Unfallopfer einzusetzen und sich um eine kindgerechtere Erstversorgung zu kümmern. Hierzu gehört auch die kostenlose Ausstattung von Rettungsfahrzeugen und Unfall-stationen mit „Benny – Den Trösterbären“. Dabei handelt es sich um einen eigens für diese Zwecke gefertigten Plüschbären, der die kleinen Patienten über den ersten Schmerz und Schreck hinweghelfen soll und zudem psychische Trauma verhindern helfen soll.

 

 

2)    Seit wann gibt es den Verein schon?

 

Der Verein wurde 2004 von Eltern in Bayern und Baden-Württemberg gegründet.

 

 

3)    Aus welchem Grund wurde der Verein gegründet?

 

Der Grund hierfür lag in erster Linie darin, dass in deutschen Krankenhäusern oder Rettungsdiensten teilweise immer noch kein Unterschied gemacht wird zwischen einem verletzten Kind oder einem verletzten Erwachsenen.

 

Kinder denken und fühlen aber nun mal anders als Erwachsene und können mit Schmerzen noch schlechter umgehen, weil sie diese nicht verstehen. Hinzu kommen fremde Menschen und eine Angst machende Umgebung im Rettungswagen und Krankenhaus. Was für Erwachsene schon schlimm genug ist, wird für Kinder erst recht zur Qual. Aus diesem Grund muss mit ihnen auch anders umgegangen werden.

 

Die Gründungsmitglieder des Vereins wollten damals einfach eine „kindgerechtere“ Erstversorgung von verletzten Kindern erreichen. Darunter fällt auch die Ausstattung von Unfallstationen und Rettungswägen mit sogenannten „Trösterbären“.

 

 

4)    Ist der Verein gemeinnützig?


Der Verein ist eingetragen im Vereinsregister Amberg und von den Finanzbehörden als gemeinnützig und mildtätigen Zwecken dienend anerkannt.

 

 

5)    Wo ist der Sitz des Vereins?

 

Der offizielle Vereinssitz ist Wackersdorf in Bayern, wo der Verein vor über 15 Jahren auch gegründet wurde. Die Geschäftsstelle ist jedoch bereits seit einigen Jahren aus räumlichen und personellen Gründen im badischen Achern ansässig.

 

 

6)    Wie finanziert sich der Verein?

 

Der Verein finanziert sich vorrangig durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Sponsoringeinnahmen sowie aus den Erlösen von Benefizveranstaltungen. Darüber hinaus betreibt der Verein noch eigene Altkleidercontainer und erhält Geldauflagen von deutschen Gerichten und Staatsanwaltschaften.

 

 

7)    Welche Ersthelfer bzw. Einrichtungen werden mit „Trösterbären“ ausgestattet?

 

  • Krankenhäuser / Kinderkliniken
    Unsere Trostspender werden vorrangig in der Notaufnahme sowie den Kinderstationen eingesetzt

    Beispiele: Kinderkrankenhaus St. Marien Landshut, KH Burglengenfeld, Klinikum
    Starnberg, HEGAU Kliniken Radolfzell, Klinikum Bad Soden

 

  • Rettungsdienste / Rettungsflugwacht / Sanitätsdienste
    Unsere Trösterbären fahren bzw. fliegen direkt in den Rettungswägen und Rettungshubschrauber mit zu den Einsätzen. Unsere Partner sind dabei alle renommierten Rettungsdienste in Deutschland (z.B. Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter Unfallhilfe, Arbeiter-Samariter-Bund, Malteser Hilfsdienst etc.)

    Beispiele: DRK Bühl, ASB Nürnberg, Malteser Hilfsdienst Konstanz, Johanniter Schwabach, Deutsche Rettungsflugwacht (DRF), MKT-Rettungsdienst München

 

  • Notfallseelsorger / Kriseninterventionsteams
    Notfallseelsorger setzen unseren „Benny“ beispielsweise bei Kindern ein, die den Verlust eines Elternteils verkraften müssen oder ein schweres Trauma erlitten haben

    Beispiele: Notfallseelsorge im Bistum Augsburg, Notfallseelsorge Landkreis Regen, Notfallseelsorge Rheinland-Pfalz, Kriseninterventionsteam (KIT) Achern

 

  • Feuerwehren / Technisches Hilfswerk
    Hauptsächlich kommen unsere Bären bei Verkehrsunfällen mit Kindern zum Einsatz sowie bei Einsätzen in Krisengebieten wie Überschwemmungsregionen etc.

    Beispiele: FF Landshut, FF Rosenheim, Flughafenfeuerwehr Erding, FF Dinkelsbühl, Branddirektion München, THW Kulmbach, THW Dachau

 

  • Polizeidienststellen
    Polizeibeamte setzen unsere Trösterbären hauptsächlich bei Verkehrsunfällen, Familienstreitigkeiten bzw. häusliche Gewalt oder bei Kindern ein, die sich verlaufen haben.

    Beispiele: Polizei Aichach, Polizei Neufahrn, Polizei Miltenberg, Polizei Roth

 

  • Frauenhäuser
    Hier ersetzt unser „Benny“ das Zuhause gebliebene Lieblingsspielzeug und hilft gleichzeitig über die Angst vor der neuen Umgebung hinweg

    Beispiele: Frauenhaus Landshut, Frauenhaus Straubing, SEFRA e.V. Notruf für Frauen, Frauenhaus Bamberg, Frauen- und Kinderschutzhaus Radolfzell

  

 

Ferner kommen unsere Trostspender noch zum Einsatz bei:

  • Wasserwachten / Bergwachten
     
  • Kinderhospize / Kindertrauergruppen

  • Kinder- und Jugendheime / Kinder- und Jugendberatungsstellen

  • Opferschutzorganisationen (z.B. Weisser Ring) -> speziell für „Kinderzeugenzimmer“ bei Gerichten

  • Helfer-vor-Ort-Gruppen (örtlicher Rettungsdienst)

 

 

8)    Um was für ein Plüschtier handelt es sich bei „Benny – Den Trösterbären“?

 

Bei unseren eigens für diese Zwecke gefertigten Trösterbären handelt es sich um CE-geprüfte und hochwertige Markenteddys, die alle Sicherheitskriterien speziell auch für Kleinkinder erfüllen und keinerlei Schadstoffe enthalten. Dadurch ist gewährleistet, dass sie den Kindern letztendlich nicht mehr schaden als helfen. Jeder Teddy ist zudem aus Hygienegründen noch einzeln in Polybeuteln eingeschweißt. Außerdem ist garantiert, dass die Teddys nicht durch Kinderhände hergestellt werden.

 

 

9)    Wir wirken die Trösterbären bei verletzten und traumatisierten Kindern?

 

Die Erfahrungen haben gezeigt, dass der Einsatz von solchen Bären die Arbeit der Rettungs-sanitäter und Ärzte ungemein erleichtert und besser wirkt wie jedes verabreichte Beruhigungsmittel! Außerdem finden die Rettungskräfte mit Hilfe der Teddys viel schneller Zugang zu den verletzten Kindern. Selbst Sprachbarrieren können damit überwunden werden.

 

Alle Vorteile im Überblick:

 

a)    Kinder verhalten sich viel ruhiger, können mit Schmerzen besser umgehen

 

b)    Rettungskräfte erhalten einen besseren Zugang zum Kind

 

c)    Sogar Sprachbarrieren können überbrückt werden

 

d)    Anhand des Teddys kann dem Kind die weitere Behandlung erklärt werden

 

e)    Durch die Teddys werden die Kinder von der unmittelbaren Notsituation abgelenkt (was auch den Rettungskräften die Arbeit sehr erleichtert)

 

f)     Die Trösterbären können wirkungsvoll ein Trauma verhindern helfen

 

g)    Die Bärchen wirken besser als jedes injizierte Beruhigungsmittel (dadurch brauchen den Kindern auch viel weniger dieser Mittel verabreicht werden)

 

 

10) Kann ich bei einem Sponsoring über meine Firma die Kosten für die Bärchen steuerlich absetzen?

 

Hierbei erhalten Sie von unserem Partner – der Gesellschaft MITHELFEN - eine Sponsorenrechnung, die Sie voll als Betriebsausgabe (in Form von Werbekosten) steuerlich geltend machen können, da es sich hierbei um Aufwendungen handelt, die durch den Betrieb veranlasst sind (§ 4 EStG).

 

Dies liegt auch vor, wenn ein Sponsor durch Geld- oder Sachspenden wirtschaftliche Vorteile anstrebt, die insbesondere in der Sicherung oder Erhöhung des unternehmerischen Ansehens liegen können.

 

 

11) Warum erhalte ich bei einem Sponsoring eine Rechnung von der Gesellschaft MITHELFEN

 

Um den Wunsch speziell von Firmen nach einer für sie besser absetzbaren Sponsorenrechnung nachkommen zu können behelfen wir uns hierbei der Kooperation mit der Gesellschaft MITHELFEN, welche die Abwicklung für uns bereits seit vielen Jahren absolut verlässlich und verantwortungsvoll übernimmt.

 

Dies hat für unseren Verein zum einen den Vorteil, dass sämtliche Aufgaben diesbezüglich von diesem Dienstleister übernommen werden und wir dadurch erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen einsparen. Zum anderen ist diese Vorgehensweise jedoch auch dem deutschen Vereinsrecht bzw. Vereinssteuerrecht geschuldet. So sind die Einnahmen aus „wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb“ (unter dem Sponsoringeinnahmen fallen) für gemeinnützige Organisationen beschränkt. Ein Überschreiten einer gewissen Einnahmenhöhe in diesem Bereich würde weitreichende Konsequenzen auf die Vereinsbesteuerung haben wie auch in Bezug auf die Gemeinnützigkeit unseres Vereins. Aus diesem Grund wurde dies bewusst von uns „ausgelagert“.

 

Es gilt in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass sich die Zusammenarbeit mit der Gesellschaft MITHELFEN in der Vergangenheit äußerst bewährt hat – sei es für uns als Verein wie auch für unsere Sponsoren aus dem Unternehmensbereich.

 

 

12) Die von Ihrem Verein als Trösterbären eingesetzten Teddys sind relativ teuer. Ist dieser Preis gerechtfertigt?

 

Sie müssen bedenken, dass es sich hierbei nicht um einen 08/15-Teddy handelt, den es im Spielzeugladen für ein paar Euro zu kaufen gibt. Bei unseren Trösterbären handelt es sich um Teddys, die speziell für den Einsatz von Rettungskräften hergestellt wurden. Es müssen hierbei alle möglichen hygienischen und sicherheitstechnischen Aspekte berücksichtigt werden, damit diese überhaupt in Krankenhäusern oder Rettungswägen eingesetzt werden dürfen.

 

Bei unserem „Benny“ handelt es sich um einen hochwertigen Markenteddy der weder Schadstoffe enthält noch Allergien auslösen kann. Jeder Teddy muss außerdem aus Hygienegründen einzeln in Polybeutel eingeschweißt werden.

 

Zudem liefern wir zu jedem Trösterbären noch eine unserer bewährten „Tapferkeitsurkunden“ (welche speziell für die kleineren Wehwehchen gedacht ist) sowie unsere neu entwickelte „Kindernotfallkarte (mit der Rettungskräfte schnellen Zugriff auf alle medizinischen Daten des verunglückten Kindes erhalten) mit aus.

 

 

13)  Um was genau handelt es sich bei den „Tapferkeitsurkunden“ bzw. „Kindernotfallkarten“?

 

Bei der „Tapferkeitsurkunde“ handelt es sich um eine stabile Urkunde im Format DIN A4, die sich gerade bei kleineren Wehwehchen äußerst bewährt hat. Durch sie erhalten die kleinen Patienten eine „würdige“ Belohnung für so große Eingriffe wie Blut abnehmen oder einer Impfung. Auch kleine Schürfwunden oder blaue Flecken lassen sich dadurch hervorragend „therapieren“.

 

Mit der „Kindernotfallkarte“ erhalten Rettungskräfte am Unfallort schnellen Zugriff auf wichtige Informationen über das verunglückte Kind – von der Blutgruppe über Unverträglichkeiten gegen bestimmte Medikamente bis hin zu Allergien. Dadurch lassen sich schwere Behandlungsfehler von vornherein vermeiden.

 

Mit jedem Trösterbären, den wir über eine Spende oder ein Sponsoring finanziert bekommen, liefern wir automatisch je eine Tapferkeitsurkunde sowie eine Kindernotfallkarte mit an die Einrichtungen bzw. Ersthelfer aus.

 

 

14) Kann ich die von mir finanzierten Bärchen auch selbst verteilen?

 

Sie können die Bärchen jederzeit gerne auch persönlich an Einrichtungen bei Ihnen vor Ort übergeben. Hierzu schicken wir Ihnen die durch Sie finanzierten Bärchen einfach direkt zu.

 

 

15) Wann erhalten die Einrichtungen denn die von mir gesponserter bzw. gespendeten Bärchen?

 

Die Bärchen werden in mehreren Sendungen verteilt aufs Jahr an die Einrichtungen (gemäß deren angemeldeten Bedarfs) ausgeliefert, d.h. die Einrichtungen erhalten ihre benötigten Bären nicht einmal im Jahr mit einer großen Sendung, sondern in mehreren Teillieferungen. Diese Vorgehensweise hat sich bewährt (da den Einrichtungen oftmals die Lagerfähigkeiten fehlen und sie dadurch nicht zu „freizügig“ mit unseren Bärchen umgehen können).

 

Das heißt aber auch, dass wir die Bären unter Umständen nicht sofort unmittelbar nach Sponsoren- oder Spendenzusage an die Einrichtungen ausliefern. Auch werden die von einem Sponsor finanzierten Bären nicht einzeln an die Einrichtungen ausgeliefert. Dies wäre schon aus logistischen und finanziellen Gründen undenkbar.

 

 

16) An wen bzw. welche Abteilung werden die Teddys denn in den Einrichtungen ausgeliefert?

 

Für jede von uns belieferte Einrichtung haben wir einen jährlichen Bedarf vorliegen sowie eine entsprechende Lieferanschrift (inkl. dem dazugehörenden Ansprechpartner) hinterlegt. Die Bären werden ausschließlich an diese Person bzw. diese Anschrift geliefert. Dies kann z.B. in Krankenhäusern die Pflegedienst- oder Geschäftsleitung sein, aber auch direkt die Stationsleitung der Kinder- oder Unfallstation. Bei Rettungsdiensten wiederum kann es der Kreisverbandsvorsitzende oder der jeweilige Leiter der jeweiligen Rettungswache sein.

 

Gerade in größeren Einrichtungen und Verbänden wie Krankenhäusern oder Rettungsdiensten kann es vorkommen, dass nicht jeder einzelne Mitarbeiter in dieser Organisation überhaupt weiß, dass ihre Einrichtung mit unseren Trösterbären ausgestattet wird. So ist es in der Vergangenheit leider schon öfters passiert, dass Sponsoren bzw. Spender in der Pforte oder Zentrale eines Krankenhauses angerufen haben, um sich zu vergewissern ob die Bärchen denn dort schon eingetroffen sind, um dann von den dortigen Mitarbeitern mitgeteilt zu bekommen, dass sie davon nichts wüssten. In einem Unternehmen mit teilweise mehreren 100 Mitarbeitern kann dies nun mal jederzeit auch vorkommen, da unsere Aktion nicht unbedingt allen Mitarbeitern gegenüber kommuniziert wird. In solchen Fällen bitten wir darum, dass sich die Spender bzw. Sponsoren doch direkt an uns wenden. Gerne sind wir bereit, Ihnen die richtigen Ansprechpartner zu nennen oder Ihnen die Auslieferungen detailliert zu dokumentieren (in Form von Ausliefernachweisen unserer Versandpartner).

 

 

17)  Warum suchen die Einrichtungen denn nicht selbst nach Sponsoren bzw. Spender für die Teddys?

 

Wer sollte das denn z.B. in den Krankenhäusern machen? Die haben gar nicht die notwendigen Leute sowie die notwendige Zeit so etwas selbst zu organisieren. Wenn es nicht entsprechende Vereine oder Privatinitiativen gäbe, die sich dieser Sache annehmen, würde eine permanente Versorgung der Einrichtungen mit diesen wichtigen Trostspendern nicht stattfinden.

 

 

18)  Warum finanzieren z.B. Krankenhäuser die Teddys nicht selbst?

 

Weil Krankenhäuser trotz aller Krankenhaustagegelder etc. für solche Sachen, die über die normale medizinische Erstversorgung hinausgehen, keine Gelder zur Verfügung gestellt bekommen. Aus diesem Grund gibt es Vereine wie unseren, welche für die Finanzierung solcher Zusatzanschaffungen (wie in unserem Fall den Trösterbärchen) aufkommen. Mittlerweile statten wir über 500 Einrichtungen im ganzen Bundesgebiet mit unseren Bären und Tapferkeitsurkunden aus.

 

 

19)  Warum betreiben Sie die Suche nach Sponsoren und Spender auch per Telefon?

 

Weil dies die kostengünstigste Möglichkeit ist, Menschen für unsere gute Sache zu gewinnen. Wir sind ein Verein, der aktiv auf die Leute zugeht und nicht wartet, bis sich irgendjemand irgendwann vielleicht mal dazu entschließt diese Sache zu unterstützten. Da würde man oftmals wahrscheinlich vergeblich darauf warten.

 

 

20) Warum hat der Verein Kleine Patienten in Not kein DZI-Spendensiegel?

 

Eines vorab – das DZI-Spendensiegel führen derzeit in Deutschland rund 250 Vereine (vorrangig größere Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbände) von ca. 250.000 Spenden sammelnden Vereine und Organisationen in ganz Deutschland. Dies entspricht 0,1 % aller Vereine.

 

Die Vergabe des Siegels ist mit erheblichen Kosten verbunden (ab 500,- € jährlich bis zu mehreren Tausend Euro gebunden an das jeweilige Spendenaufkommen des Vereins). Darüber hinaus kämen erhebliche bürokratische und verwaltungstechnische Aufgaben auf uns (welche zusätzlich noch mit Mehrausgaben für Verwaltung etc. verbunden gewesen wären). Dies allein widerspricht unserer Meinung nach schon den Grundsätzen für was das DZI-Siegel eigentlich stehen sollte, nämlich für „eine sparsame Haushaltsführung mit geringen Verwaltungskosten sowie einer ordnungsgemäßen Verwendung der Spenden“. Aus diesem Grund hat sich unser Verein auch gegen das DZI-Spendensiegel entschieden.

 

Gerade als kleiner Verein wie unserer wollen wir nicht Spendengelder dafür verwenden, um nach außen den Schein von „Seriösität“ zu erwecken. Wir wollen uns diese nicht erst durch Spendenmittel „erkaufen“ müssen.

 

Generell ist zu sagen, dass laut „Deutscher Spendenrat“ Organisationen mit Spendensiegel als seriös gelten können, Organisationen ohne Spendensiegel nicht automatisch unseriös sind. Ansonsten müssten alle anderen rund 249.750 Organisationen (u.a. Deutsche Krebshilfe, ASB, Malteser, Bund Naturschutz, WWF, die alle bewusst auch aus Kostengründen auf das Spendensiegel verzichten) als unseriös gelten, was bestimmt nicht der Fall ist.

 

Unser Verwaltungskostenanteil lag im Übrigen in den letzten Jahren jeweils unter 15 %!

 

 

21) Warum findet man auch Negativberichte über den Verein im Internet?

 

Es ist richtig, dass es in der Vergangenheit einige negative Presseberichte gab, in denen unser Verein genannt wurde und die immer noch im Internet zu finden sind, obwohl diese mitunter bereits über 10 Jahr zurückliegen und obwohl die Sachen im Nachhinein geklärt bzw. richtiggestellt werden konnten. Dies fand dann allerdings in aller Regel keinerlei Beachtung in der Presse mehr.

 

Die Ursachen bzw. Gründe für diese Negativberichte waren unterschiedlich. Zum einen wurde sich darin von Einzelnen über den ihrer Meinung nach zu hohen Preis unserer Teddys beschwert wodurch uns indirekt „Geschäftemacherei“ vorgeworfen wurde. In einem dieser Fälle war nachweislich der regionale Spielwarenhändler vor Ort die treibende Kraft eines Berichtes, welcher sich wahrscheinlich daran gestört hat, dass wir die Teddys nicht aus seinem eigenen Geschäft gekauft haben. Diese Anschuldigungen haben wir mitunter versucht zu entkräften, indem wir die komplette Kalkulation offengelegt haben, aus der u.a. auch ersichtlich war, dass nicht nur der eigentliche Preis für die Bären bei der Preisgestaltung berücksichtigt werden muss, sondern auch damit verbundene Kosten wie hygienische Verpackung, Lagerhaltung, Abwicklung von Rechnungsstellung und Versand, Versandkosten an die Einrichtungen, Zusatzkosten für Tapferkeitsurkunden und Kindernotfallkarten etc. etc.

 

Ein weiterer „Beschwerdepunkt“, welcher den ein oder anderen auf den Plan rief war auch, dass wir mitunter unsere Spender und Sponsoren telefonisch ansprechen. So erscheint für manche Mitbürger anscheinend jede Aktion, die man als Verein oder Unternehmen übers Telefon durchführt generell als unseriös, was natürlich absoluter Unsinn ist. Gerade für viele kleinere Vereine wie auch für große Wohlfahrtsverbände sowie Kinder- und Tierschutzorganisationen ist es die kostengünstigste und effizienteste Möglichkeit Menschen für eine gute Sache zu gewinnen. Gerade renommierte Organisationen wie DRK oder SOS-Kinderdörfer setzen für die Gewinnung von Förderern seit Jahrzehnten aufs Telefon. Leider tragen unseriöse bzw. aggressive Anbieter (meist aus den Branchen Mobilfunk, Strom oder Versicherungen) dazu bei, dass diese Vorgehensweise verstärkt in Verruf gerät.

 

In einem weiteren Fall ging es darum, dass eine von uns belieferte Einrichtung angeblich gar nicht wusste, dass sie überhaupt mit Trösterbären von uns beliefert wird. Leider passiert dies immer wieder mal, dass innerhalb einer Einrichtung (wie z.B. einem Krankenhaus) nicht jede Abteilung oder Stelle weiß, dass beispielsweise die Unfallstation von uns mit unseren Bärchen beliefert wird. Dies ist jedoch auch nicht sonderlich überraschend bei Einrichtungen von mehreren 1000 Beschäftigten.

 

In jenem Fall statteten wir ein Krankenhaus in Absprache mit der Pflegedienstleitung schon Jahre lang mit unseren Trösterbären aus, nur die Geschäftsleitung bzw. der Träger wusste davon nichts und verneinte dies gegenüber einem nachfragenden Sponsor vehement. Und schon war ein Negativbericht geboren, weil sich dieser Sponsor sofort an die örtliche Presse gewandt hatte. Würden in solchen Fällen die Herren Journalisten mal etwas genauer recherchieren (und auch nur, indem sie einfach mal bei uns angerufen hätten), dann hätte man die Sache von vornherein aus der Welt schaffen können. Aber leider wird in diesem Land mittlerweile lieber über Negatives bzw. über Skandale berichtet, als über das Positive. Nachdem wir mit der Geschäftsleitung des Krankenhauses gesprochen hatten und die Sache aufgeklärt hatten wandten wir uns an die örtliche Zeitung mit der Bitte um eine Gegendarstellung. Diese ist bis dato auch nach 10 Jahren noch nicht erfolgt, so dass immer noch nur der ursprüngliche (negative) Bericht im Internet erscheint.

 

Gerade in solchen Fällen würden wir uns gerne wünschen, dass erst einmal das Gespräch mit uns gesucht wird, um uns die Möglichkeit zu geben die Sache auch aus unserer Sicht zu schildern. Meist könnte man dadurch solche Behauptungen bereits im Vorfeld klären bzw.  entkräften. Dies wäre einfach nur fair gegenüber uns.